Trinidad und Tobago
Traumstrände und Artenvielfalt
Karibisches Paradies
Die beiden Inseln Trinidad und Tobago, die zusammen mit gut 35 kleineren Eilanden den gleichnamigen Inselstaat bilden, sind die südlichsten der Kleinen Antillen und liegen vor der Küste Venezuelas. Im Gegensatz zu den meisten anderen Inseln in dieser Region sind Trinidad und Tobago nicht vulkanischen Ursprungs, sondern gehörten ursprünglich zum südamerikanischen Festland.
Trinidad ist von Venezuela durch den Golf von Paria getrennt, der über die zwei Meerengen Bocas del Dragón und Boca del Serpiente mit dem Karibischen Meer beziehungsweise dem Atlantischen Ozean verbunden ist. Tobago befindet sich nordöstlich von Trinidad und liegt direkt an der Grenze zwischen Karibik und Atlantik. Durch die Nähe zum Festland und dank der verschiedenen Lebensräume auf den Inseln gibt es eine hohe Artenvielfalt wie sonst kaum in anderen Gebieten Westindiens oder Südamerikas.
Die Regenwälder, Flüsse, Mangroven und umgebenden Gewässer beider Inseln warten mit einer unglaublichen Vielfalt auf. Bereits vor über 7.000 Jahren waren die Inseln von südamerikanischen Indianern bewohnt. Christoph Kolumbus landete am 31. Juli 1498 in Trinidad an, aber erst ein knappes Jahrhundert später siedelten sich die ersten Europäer auf der Insel an und bauten Kakao und Tabak an. 1798 übernahmen dann die Briten die Herrschaft über Trinidad. Auch Tobago wurde von Kolumbus entdeckt, aber die Insel wechselte 31 mal den Besitzer, bis auch sie unter die Kontrolle der Briten geriet und 1888 Trinidad unterstellt wurde.
1958 wurden Trinidad und Tobago Teil der Westindischen Föderation und nach deren Auflösung 1962 endgültig unabhängig. Seit 1976 ist der Inselstaat eine parlamentarische Republik und gehört zum Commonwealth of Nations. Dank der Förderung von Erdöl und Erdgas hat das Land eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen des amerikanischen Doppelkontinents. Trinidad ist die am meisten industrialisierte Insel der Karibik. Daher spielt der Tourismus auf Trinidad eher eine untergeordnete Rolle, ganz im Gegensatz zu Tobago: Dort lebt man seit dem Ende der Zuckerindustrie fast ausschließlich vom Tourismus. Und während das Leben auf Tobago einem eher geruhsamen, für die Karibik typischen Rhythmus folgt, pulsiert auf Trinidad das Leben: Festivals, Shopping und ein buntes Nachtleben bestimmen hier den Alltag.
Trinidad
Trinidad ist mit 4821 Quadratkilometern die größte Insel der Kleinen Antillen und wird von drei Gebirgsketten durchzogen: die Northern Range entlang der Nordküste, die Central Range, die diagonal durch die Mitte der Insel verläuft, und die Southern Range entlang der Südküste. Vor allem bei Ornithologen ist die Insel sehr beliebt. Das Naturreservat Asa Wright mit vielen der 400 einheimischen Vogel- und über 2.000 verschiedene Blumenarten sowie das Mangroven-Feuchtgebiet Caroni Swamp mit Tausenden scharlachroten Ibissen, Trinidads Nationalvogel, sind wahre Naturparadiese. Ein Naturphänomen der etwas anderen Art ist der Pitch Lake, der größte Asphaltsee der Welt. Die pechschwarze Fläche im Südwesten der Insel erstreckt sich auf 40 Hektar.
Im Nordwesten liegt die gemeinsame Hauptstadt des Inselstaats, Port-of-Spain, mit einem der wichtigsten Häfen der Karibik. Bei einem Spaziergang durch die Stadt werden Sie viele schöne Gebäude aus der viktorianischen Zeit sowie weitläufige Parkanlagen im Botanischen Garten oder im Queens Park Savannah entdecken. Von der Haupteinkaufsstraße Frederic Street ist es nicht weit zu interessanten Museen, der Kunstgalerie und etlichen Sakralbauten. Und am Abend sollten Sie unbedingt eine Bar aufsuchen, in der Calypso gespielt wird, schließlich wurde dieser Musik- und Tanzstil auf Trinidad „erfunden“.
Tobago
Das etwa 32 Kilometer nordöstlich von Trinidad gelegene Tobago lädt mit seinen palmenbestandenen Stränden mit feinem weißem Sand und türkisblauem Meer zu einem erholsamen Badeurlaub ein. Zu den schönsten Stränden gehören der Pigeon Point im Südwesten mit einem Steg, der hinaus aufs Wasser führt, und vielen Wassersportangeboten sowie die etwas ruhigere Pirate’s Bay.
Die Strände laden aber nicht nur zum Relaxen und Baden ein, sie sind auch ideale Ausgangspunkte für die Erkundung der bunten Unterwasserwelt. Nicht umsonst gilt Tobago als ein Hotspot für Schnorchler und Taucher. Zwischen März und August können Sie mit etwas Glück auf geführten Touren ein einzigartiges Naturschauspiel beobachten: Dann kommen nämlich die Lederschildkröten an Land und legen ihre Eier im Sand ab. Wochen später machen sich die frischgeschlüpften Schildkröten auf den Weg ins Meer.
Naturfreunde sollten auch unbedingt eine geführte Wanderung durch das Tobago Forest Reserve unternehmen, das nicht nur das älteste Regenwaldgebiet der westlichen Hemisphäre schützt, sondern auch einen beeindruckenden Tier- und Pflanzenreichtum. Seltene Vogelarten können Sie im privaten Naturschutzgebiet Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary aus der Nähe beobachten. Auch die Argyle-Wasserfälle mit ihren drei Kaskaden und natürlichen Pools sind einen Besuch wert, ebenso wie die Inselhauptstadt Scarborough, über die das Fort King George mit dem Nationalmuseum wacht. Eines der Highlights der entspannten Stadt ist der Botanische Garten, in dem Sie neben tropischen Pflanzen auch viele exotische Vogelarten entdecken können. Oder Sie schlendern über einen der bunten Märkte und besuchen kleine Läden für Souvenirs.